15.12.2016 – Filmstart von “Paula” – Die Lebensgeschichte der Paula Modersohn-Becker

paula-mit-carla-juripaula-2In seinem Biopic über Paula Modersohn-Becker erzählt Christian Schwochow die Lebensgeschichte einer der bedeutendsten Malerinnen des Expressionismus. Paula Becker (Carla Juri) wird 1876 in Dresden geboren und kommt schon früh in den Genuss von Kunst und Kultur, zunächst in Form von Musik. Als Paula 10 Jahre alt ist, widerfährt ihr jedoch ein Unglück: Zusammen mit zwei Cousinen wird sie in einer Sandgrube verschüttet. Nur zwei der drei Mädchen überleben. 1892 geht die jugendliche Paula nach England, lernt dort die Sprache und einen Haushalt zu führen und nimmt sogar etwas Kunstunterricht. Doch die Sehnsucht nach ihrem Zuhause lässt sie schon nach einem halben Jahr wieder zurückkehren. Gegen ihren Willen soll Paula nun Lehrerin werden, doch die Liebe zur bildenden Kunst hat sie inzwischen gepackt. Obwohl sie als Frau an der Kunstakademie nicht zugelassen ist, besucht sie Zeichenkurse in Berlin. Erst in der Künstlerkolonie Worpswede und dann in Paris verfolgt sie ihren Traum, Malerin zu werden. 1901 heiratet sie Otto Modersohn (Albert Schuch) und findet in Clara Rilke-Westhoff (Roxane Duran) und Rainer Maria Rilke (Joel Basman) gute Freunde.

Regisseur Christian Schwochow, der sich schon in seinen Filmen  Westen  (2013), Novemberkind (2008) und Die Unsichtbare  (2011) starken Frauenfiguren widmete, suchte sich für sein Biopic erneut eine – diesmal reale – Heldin aus: Die 1876 geborene Paula Modersohn-Becker hatte mit ihrem Werk von ca. 1.000 Zeichnungen und 750 Gemälden einen starken Einfluss auf die Kunst der Moderne. Die Beziehung zu ihrem Ehemann Otto war stets ein Kampf zwischen beruflich-künstlerischer und familiärer Verwirklichung. Im November 1907 verstarb Paula Modersohn-Becker im Alter von 31 Jahren nach der schweren Geburt ihrer Tochter Mathilde an einer Embolie.