Januar 2017 – Paul J. Weis – Schüler, neugieriger Vielleser, begeisterte Sportskanone und Hundeliebhaber

Selbstbildnis

Paul J. Weis – als Mitglied des Kleinen Literatur-Raums der ersten Stunde, liegt das Lesen bei Paul nicht nur auf der Hand sondern auch in der Familie. Das (Vor-)Lesen gehört wie das Zähneputzen zum täglichen Tagesgeschehen: ein Tag ohne Lesen ist ein verlorener Tag! Natürlich ist es für Paul nach einem ersten Lebensjahrzehnt etwas merkwürdig bereits über die Bücher seines Lebens zu sprechen, doch schnell waren die sogenannten Lieblingsbücher gefunden und sicherlich werden diese nach einem weiteren Jahrzehnt wieder ganz anders aussehen. Möglicherweise schafft es jedoch eines der folgenden Bücher tatsächlich eines Tages auf Pauls Liste; „Bücher meines Lebens“. Die unbändige Neugier die ihn immer wieder nach neuer Literatur und Themen greifen lässt und die große Freude eigene Welten durch Wort und Schrift zu entdecken, wächst unaufhörlich. „Ich mag es wenn wir einander vorlesen, gemeinsam das gleiche Buch im Kleinen Literatur-Raum lesen und das wir auch gemeinsam über das Buch reden und Fragen stellen können. Außerdem lernt man ganz nebenbei so viel. Sonst wüsste ich heute z.B. nicht wie man Reykjavík schreibt, aber Axels Reise mit seinem Onkel zum Mittelpunkt der Erde war so spannend das man sich so etwas einfach merkt.“      

J.K. Rowling – Harry Potter – Der Stein der Weisen

In meiner Familie darf ich ein verfilmtes Buch erst sehen wenn ich es vorher auch gelesen habe. Das fand ich nicht (immer) toll. Aber ich verstehe jetzt warum das gar nicht so verkehrt ist. Ich habe meine eigene Phantasie und ich kann mir Figuren und Orte so vorstellen, wie ich es mag. Außerdem werden Filme oft gekürzt und können, wie bei Harry Potter, nicht alles zeigen wie es im Buch steht. Darum war das Lesen (mit meiner Mutter) spannend und wirklich wie Zauberei. Als ich dann den Film sah war er zwar keine Enttäuschung aber ich habe viele Stellen aus dem Buch vermisst. Natürlich habe ich noch nicht alle Bände gelesen und doch möchte ich sagen; das es das schönste, spannendste magischste Buch ist das ich bis heute gelesen habe! In dem Buch geht es darum das Harry glaubt, er sei ein ganz normaler Junge mit einer ganz normalen Narbe auf der Stirn. Zumindest bis zu seinem elften Geburtstag. Da erfährt er, dass er sich an der Schule für Hexerei und Zauberei einfinden soll. Weil Harry ein Zauberer ist! Und so wird für Harry das erste Jahr in Hogwarts das spannendste, aufregendste und lustigste in seinem (bisher) ziemlich traurigen Leben bei den Durselys. Er stürzt von einem Abenteuer in die nächste unglaubliche Geschichte, muss gegen Bestien, Mitschüler und Fabelwesen kämpfen. Seine Freunde Ron und Hermine, stehen ihm im Kampf gegen die dunklen Mächte immer bei und am Ende geht das Schuljahr gut aus und Harry hat ein zu Hause in Hogwarts gefunden.

Cornelia Funke – Der Drachenreiter

Als ich klein war hat mir meine Mutter (fast) alle Bücher, von Cornelia Funke vorgelesen; Die Gespensterjäger, Das Monster vom blauen Planeten, Emma und der Blaue Dschinn uvm. Und ich fand immer alle spannend. Im Literatur-Raum haben wir dann z.B. zur Weihnachtszeit „Hinter verzauberten Fenstern: Eine geheimnisvolle Adventsgeschichte“ gelesen und ich glaube alle Lesekinder waren nach ein paar Seiten von der  Adventskalenderwelt so begeistert wie ich. Als meine Mutter dann eines Abends mit dem „Drachenreiter“ am Bett erschien, konnte ich danach vor Aufregung nicht einschlafen. Die Geschichte war so voller Abenteuer und Magie, dass ich nicht wollte das sie aufhört zu lesen aber andererseits wollte ich auch nicht das das Buch so schnell durchgelesen ist. In dem Buch liegt eine abenteuerliche Reise vor dem Waisenjungen Ben, Lung, dem silbernen Drachen und dem Koboldmädchen Schwefelfell. Sie sind auf der Suche nach einem sicheren Ort für Drachen, für die es in der Menschenwelt keinen Platz mehr zu geben scheint. Lung setzt seine ganze Hoffnung auf den sagenumwobenen “Saum des Himmels”. Dort, irgendwo zwischen den Gipfeln des Himalaya versteckt, soll die Heimat der Drachen liegen. Die drei ahnen jedoch nicht, dass es etwas viel Bedrohlicheres als die Menschen gibt – Nesselbrand den Goldenen, das gefährlichste Drachen jagende Ungeheuer, das die Welt je gesehen hat. Doch Ben gewinnt tolle Freunde in der Drachen- und Menschenwelt und alles geht am Ende gut aus. Man kann das Buch gar nicht in allen Einzelheiten in ein paar Worten beschreiben aber es ist wirklich ein Abenteuer es zu lesen.  Als ich dann dieses Jahr „Die Feder eines Greifs“ geschenkt bekam, den Fortsetzungsband – war ich wirklich begeistert und auch die Fortsetzung ist unheimlich spannend.

Eva Ibbotson – Fünf Hunde im Gepäck

Von Eva Ibbotson habe ich auch schon viele Bücher gelesen und sie waren alle spannend und oft auch magisch oder spielten an verwunschenen Orten. Aber dieses Buch ist mein Lieblingsbuch, weil ich mir selber, wie Henry, einen Hund wünsche und ihn wirklich verstehen kann und bis zur letzten Zeile mit ihm gebangt habe; dass er seinen Fleck behalten darf. Auch meine Mutter war von diesem Buch sehr berührt und mit meinem Vater habe ich das Hörbuch dazu gehört … so das sie nun beide wissen: ich will auch einen Hund! Der Henry im Buch hat zu seinem 10. Geburtstag (auch) nur einen Wunsch: einen Hund. Aber seine reichen und vielbeschäftigten Eltern wollen davon nichts wissen. Henry bekommt bloß einen Leihhund fürs Wochenende – Fleck! Bei beiden ist es Liebe auf den ersten Blick. Als er Fleck wieder abgeben soll, flieht Henry –  zusammen mit vier weiteren Hunden, die es satthaben, an irgendwelche Leute vermietet zu werden. Eine abenteuerliche Reise quer durch England zu Henrys Großeltern beginnt und natürlich gibt es für Fleck und Henry ein Happy End. Falls ich es hier noch nicht gesagt habe: einen Hund wünsche ich mir auch!

Detektivromane – von verschiedenen Autoren

Wie viele Jungen in meiner Schule, mag ich auch Detektivromane. Zuerst waren es die „Fünf Freunde“ von Enid Blyton (weil da ein Hund dabei ist), „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner und dann kamen natürlich „Das magische Baumhaus“ von Mary Pope Osborne, „Die Zeitdetektive“ von Fabian Lenk,  „Die drei ???-Kids“, „Tim und Struppi“ von Hergé  und “Max und die wilde 7” von Dickreitner & Oelsner dazu. Im Urlaub am Strand oder in den Bergen im Schnee habe ich viele, viele dieser Bände gelesen … weil ich sie oft sehr spannend fand und immer nicht abwarten konnte wie es ausgeht und sie einfach deshalb zu Ende lesen „musste“. Aber dann wiederholen sich manche Abläufe und Geschichten auch und man ahnt dann oft am Anfang schon wie es ausgeht. Deshalb braucht man dann immer spannendere und verzwicktere Geschichten, damit man auch noch am Ende überrascht ist.

Jetzt lese ich gerne „Percy Jackson – Diebe im Olymp“ von Rick Riordan.  Dieser Percy fliegt ständig von der Schule, immer ist er an allem schuld und dann verwandelt sich sogar seine Mathelehrerin plötzlich in eine rachsüchtige Furie. Bis Percy erfährt:  er ist der Sohn des Meeresgottes Poseidon – und die fiesesten Gestalten der griechischen Mythologie haben ihn ins Visier genommen! Percys einzige Chance; er muss sich mit den anderen Halbgöttern verbünden. Das ist sehr spannend auch wenn ich viele griechische Götter noch nicht kenne und oft nachfragen (nachschlagen) muss, so ist Percys Abenteuer doch ziemlich aufregend.

Paul Maar – Das Sams (alle Bände)

Also „Sams“ ist ein wirklich tolles Buch, d.h. es sind tolle BüchER! Jeden Band habe ich mit gleicher Freude gelesen, fast verschlungen. Als ich alle  gelesen hatte, habe ich die Hörbücher dazu gehört … die wirklich auch sehr, sehr schön sind. Dann durfte ich den Film der Augsburger Puppenkiste „Das Sams“ und später auch die Kinofilme dazu sehen. Es geht um einen Herrn Taschenbier,  ein ziemlich  ängstlicher Mensch. Er fürchtet sich vor seiner Zimmerwirtin der Frau Rotkohl, vor seinem Chef und überhaupt vor allen Leuten, die schimpfen und befehlen – bis ihm eines Samstags ein Sams über den Weg läuft und kurzerhand beschließt, bei ihm zu bleiben. Das Sams ist ein furchtloses, freches Wesen, das sich von nichts und niemandem einschüchtern lässt, das überall vorlaute Bemerkungen macht und zurückschimpft, wenn andere schimpfen. Herrn Taschenbier ist das am Anfang erst furchtbar peinlich und er versucht auf alle möglichen Arten, das Sams wieder loszuwerden. Aber je  länger es bei Herrn Taschenbier bleibt, desto lieber gewinnt er das Sams. Und am Schluss wird aus dem braven, ängstlichen Herrn Taschenbier ein glücklicher Mensch. Am besten haben mir neben den blauen Wunschpunkten, die tollen Reime und Sprüche des Sams gefallen und ich kann heute noch alle Reime auswendig die später in einem gelben, kleinen Buch veröffentlicht wurden.

Heinz Erhardt – Noch’n Gedicht

Da ich Witze und Reime, freche und witzige ziemlich gerne mag, habe ich im Bücherregal meiner Mutter Heinz Erhardt zufällig entdeckt. Als ich das Bild von einem dicken, älteren Herrn mit Brille auf dem Buchumschlag sah; dachte ich erst, bestimmt kein spannendes Buch. Aber das war überhaupt nicht wahr. Ich entdeckte das Gedicht wieder; „Hinter eines Baumes Rinde …“ und dachte vielleicht gibt es noch mehr so lustige Gedichte von diesem Herrn Erhardt. Und die gab es. Unendlich viele sogar und ich musste staunen, wie dieser Heinz Erhardt mit ein paar Buchstaben manchmal alles so verdrehte das nicht nur ein Reim daraus wurde, sondern man auch noch lachen konnte, so witzig waren diese. Mein Lieblingsgedicht von ihm heißt „Warum die Zitronen sauer wurden …“. Die Hörbücher (da hört man noch seine Originalstimme) sind auch sehr lustig und man muss einfach mit reimen und mit singen.

Bill Watterson – Calvin and Hobbes

Eigentlich mögen meine Eltern keine Comics und deswegen habe ich auch lange keine gelesen. Aber dann entdeckte ich in unserer Bibliothek zu Hause „Calvin and Hobbes“ von Bill Watterson. Meine Mutter hat diese aus Amerika migenommen und am Anfang war es ganz schön schwierig, sie zu verstehen. Mittelweile habe ich auch ein paar deutschsprachige … aber das ist gar nicht (mehr) nötig, denn die Bilder sprechen für sich. Der 6-jährige Rotzlöffel Calvin hat einen großen Stofftiger, den er Hobbes nennt und der sein bester Freund ist. Sie sind komisch,  egal was für Unsinn sie machen und wie sehr sie alle anderen nerven. Calvin and Hobbes sind unerschrocken, frech, erfinderisch und neugierig. Sie sind nicht wie wir, aber ein bisschen schon und wenn ich die „Schneemonster“ von Calvin vor seinem Elternhaus sehe, muss ich immer noch laut lachen. Auch sein Theater um das Essen ist wirklich witzig, auch wenn meine Mutter es nicht mag wenn ich ihn bei Tisch nachmache, so erlaubt sie mir immer wieder darin zu blättern und mittlerweile verstehe ich sogar die englische Version genauso gut. Ein tolles Comic das ich jedem guten Freund schenken würde! 🙂