August 2016 – Anne-Katrin Weis – Gründerin des Kleinen Literatur-Raums

LeGouffre03HDRb_FranceMarch2014-1Wie wahrscheinlich jeder Mensch denke ich immer gern an die Ferien als Kind. Wir verbrachten sie viele, viele Sommer lang in einem kleinen Haus auf einer kleinen, autofreien Insel in einem winzigen, windschiefen Haus am Meer. Eine herrliche Zeit. Eigentlich gar keine Zeit, sondern ein Zustand, also das Gegenteil von verstreichender Zeit. Es war heiß, hell und still und vollkommen unaufgeregt. Am ersten wie am letzten Tag, sechs Wochen lang. Das Meer rauschte und rauschte und rauschte. Der Wind und das Wasser machten unsere Haut salzig, die Sonne brannte auf die Heide, bis das Kraut gelb war, und auf unsere Haare, bis sie hellgelb waren. Damals als die Zeit noch unendlich schien und Langweile kein Luxus, sondern manchmal Last war. Insellomographie_edit1Wir, das waren mein Bruder und ich. Später als wir unsere eigenen Wege gingen, in andere Städte zogen, “eigene” Meinungen vertraten, sich sogar unser Land veränderte blieb uns diese Erinnerung; an endlose, glückselige, unbeschwerte Lesesommer.

Die Kirschen im Garten meines Großvaters

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16.08.2015 – Der KLEINE LITERATUR-RAUM auf literarischer Irland Reise

UNESCO-Literaturstadt Dublin – Joyce, Beckett, Binchy, Wilde – der Beitrag einer so kleinen Insel wie Irland zur Weltliteratur ist einfach verblüffend! Viele irische Schriftsteller, Dichter und Dramatiker wurden zu Leitfiguren verschiedenster Genres.Und unter ihnen finden sich nicht weniger als vier Nobelpreisträger! Dieses literarische Erbe ist ein wertvoller Teil der irischen Kultur, die bis heute in Landschaften, Straßen und traditionellen Pubs zu finden ist und Ihnen in jedem Winkel der Insel begegnet. Ob in den  Mourne Mountains, die C.S. Lewis zum Königreich “Narnia” inspirierten. Stadt Cork brachte Frank McCourt mit seinem Weltbestseller “Die Asche meiner Mutter” hervor. Oder sie suchen das Pub, in den schon Dichter wie W.B.Yeats und Bram Stoker einkehrten. Oder wandeln Sie durch das Dublin des James Joyce. Auch die Gegenwartsliteratur junger irischer Autoren kann sich lesen lassen.  Seit den 1990er Jahren hat Irland zwei Gewinner des Booker Prize hervorgebracht. 1993 wurde Roddy Doyle für seinen Roman Paddy Clarke Ha Ha Ha ausgezeichnet. Im Jahre 2005 gewann John Banville mit dem sprachintensiven Roman The Sea (dt. Die See, 2006). Bereits im Jahr davor war der Roman The Master (dt. Porträt des Meisters in mittleren Jahren, 2005) von Colm Tóibín im Finale (Shortlist) vertreten. Bereits 1989 war ebenfalls John Banville mit The Book of Evidence (dt. Das Buch der Beweise) im Finale. Eine magische Reise, nicht nur für Literaturfreunde!

Quelle: Bloomsday Festival in Dublin

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